Welle-Nabe-Verbindungen für Kupplungen und Gelenkwellen

Zum Einbau von Gelenkwellen und Kupplungen in Maschinen und Anlagen ist eine Vielzahl von Welle-Nabe-Verbindungen möglich. Grundsätzlich kann nach kraftschlüssigen und formschlüssigen Welle-Nabe-Verbindungen unterschieden werden. Bei einer kraftschlüssigen oder auch reibschlüssigen Verbindung wird die Kraftübertragung beispielsweise durch die Klemmwirkung einer Klemmnabe erreicht. Eine formschlüssige Verbindung liegt vor wenn die Verbindung aufgrund der Bauform wie beispielsweise einer Paßfedernut hergestellt wird.

Metallbalgkupplung BK1 mit FlanschanbauFlanschanbau

Die Nabe besteht aus einem Flansch mit 6 metrischen Gewinden, die auf einem Lochkreis angeordnet sind. Die Kupplung wird auf die Welle angeflanscht.
Der Vorteil dieser Sonderlösung ist, dass durch den Flansch die Kupplung nahezu keine Unwucht hat und diese somit in Systemen, bei denen eine hohe Laufruhe gefordert wird, eingesetzt werden kann
(z. B. Auswuchtmaschinen).

Modellbeispiel:

Miniatur-Metallbalgkupplung MK5 mit KlemmnabeKlemmnabe

Die Verbindung von Nabe und Welle wird bei diesem Modell über eine einfache Klemmung realisiert. Die Kupplung besteht aus einer geschlitzten Nabe und einer Befestigungsschraube, die je nach Kundenwunsch in Stahl oder VA geliefert werden kann. Bei dieser Klemmung handelt es sich um eine linienförmige Lastverteilung. Dieses Modell ist kostengünstig und kann axial montiert werden.

Modellbeispiele:

Gelenkwelle/Zwischenwellenkupplung mit Elastomerstern und geteilter KlemmnabeGeteilte Klemmnabe

Diese Verbindung ist vergleichbar mit der Klemmnabenverbindung. Es handelt sich ebenfalls um eine linienförmige Lastverteilung unter Voraussetzung des gleichen Anzugsmoments der beiden Befestigungsschrauben. Dieses Modell kann radial montiert werden und weist eine kleinere Unwucht als die einfache Klemmnabe (hier sind 2 Schrauben symmetrisch, versetzt um 180° angeordnet) auf.

Modellbeispiele:

Sicherheitskupplung SKP mit PaßfedernutPaßfedernut

Dies ist die einfachste Verbindung zur Übertragung eines Drehmoments. In die Nabe wird je nach Kundenwunsch eine Paßfedernut nach DIN 6885 oder nach Zollabmessung ANSI B 17.1 mit einer Räumnadel geräumt. Zum Fixieren dient eine einfache Madenschraube.
Diese Verbindung ist spielarm.

Modellbeispiele:

Metallbalgkupplung BK3 mit KonusklemmnabeKonusklemmnabe

Durch die reibschlüssige Verbindung können mit dieser Konusverbindung sehr große Drehmomente (bis 10000 Nm) bei kompakter Baugröße übertragen werden. Ebenfalls vorteilhaft ist der symmetrische Aufbau, der größere Unwuchten ausschließt. Diese Welle-Nabe-Verbindung wird eingesetzt wenn hohe Drehmomente bei kleinem Baumaß übertragen werden müssen.

Modellbeispiele:

Sicherheitskupplung mit KonusstecksegmentKonusstecksegment

Vom Aufbau und der Art der Klemmung kann das Konusstecksegment mit der Konusklemmnabe verglichen werden. Der Unterschied zwischen den beiden Klemmarten ist, dass diese steckbar ist und somit in schwer axial montierbaren Anwendungen eingesetzt werden kann. Die Kupplung verfügt durch das Kunststoffstecksegment über dämpfende Eigenschaften.

Modellbeispiele:

Klauenkupplung EK7 mit KonusspreizdornKonusspreizdorn oder Spreizdorn

Bei dieser Klemmverbindung wird ein Dorn in die Welle eingeführt. Danach wird der Spreizdorn von innen über eine Schraube auseinandergedrückt bis eine reibschlüssige Verbindung hergestellt ist. Diese Klemmverbindung hat eine sehr hohe Rundlaufgenauigkeit und kann axial montiert werden.

Modellbeispiele:

 


Durch den modularen Aufbau der Kupplungen und Gelenkwellen von R+W können auch andere Modelle von Wellenkupplungen als die oben genannten Modellbeispiele mit den verfügbaren Welle-Nabe-Verbindungen ausgestattet werden.

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